Donnerstag, 21. April 2016

Upcycling No8 - Dreibeinige Stativlampe

Als ich im letzten Jahr in Amsterdam aus dem kleinen Laden 360 Volt lief - 
völlig hingerissen von den schönen alten Industrieleuchten - dachte ich für mich: 
"Schade, dass es solch einen Shop nicht auch in Deutschland gibt."

Nichts ahnend, dass keine zehn Autominuten von meinem Heimatort entfernt 

JØLG* die schönsten und abgefahrensten Industrieleuchten anbietet. 

Hätte mir das bitte einmal jemand FRÜHER sagen können?








Schon lange Zeit träumte ich davon, das antike Holz-Fotostativ meines Großvaters
zu einer dreibeinigen Stehlampe für's Wohnzimmer umzufunktionieren.

Irgendwie... 

Und da kommt wieder mein handwerklich talentierter Mann ins Spiel:
"Du hast die spinnerte Idee und ich darf schauen, wie man sie umgesetzt bekommt!"

Ich suchte bei JØLG einen passenden schwarzen Lampenschirm aus, der innen weiß 
emailliert ist. Mit einem u-förmig gebogenen Stück Stahl und 3 Schrauben hat er den 
Lampenschirm mit dem Stativ verbunden - und sichtlich Spaß dabei.

Die Tripod-Lampe ist genauso, wie ich sie mir vorgestellt hatte. 

Zudem gesellte sich zu der Stehlampe im Wohnzimmer noch eine Emaille-Hängelampe

in der Küche, die von nun an unsere Spüle erleuchtet.





Was macht ein gelernter Mediengestalter mit Studium der Verlagswirtschaft und 
Mitinhaber eines Friseursalons, wenn er gleichzeitig voller Kreativität und Leidenschaft 
für alte Emaille-Hängeleuchten aus der Industrie steckt? 

Er gründet das Label JØLG, eröffnet einen Shop bei DaWanda und verkauft dort 
originale und wunderbar restaurierte Industrielampen aus vergangenen Zeiten - 
und das zu erschwinglichen Preisen.



Ich hatte das schöne Privileg und durfte das JØLG-Lager in Gernsbach anschauen - 
wenn man schon mal in der Nähe wohnt! 

Ich war überwältigt von der riesigen Lampenauswahl und von der Liebenswürdigkeit und
Herzlichkeit, mit der ich von Johannes und seiner Partnerin Romina empfangen wurde.

Die beiden stöbern auf Flohmärkten und sammeln die schönen, ausgedienten Industrie-
lampen zwischenzeitlich in ganz Europa. Jede Leuchte für sich ist ein Unikat und meist 
mit einer schönen Patina versehen.

Bevor die Lampen verschickt werden, setzt Johannes sie liebevoll und fachmännisch 
instand, verpasst ihnen ein Textilkabel nach Wahl und eine neue Vintage-Fassung. 
Wer es nostalgisch liebt, kann sich ganz retro-like eine Glühbirne mit sichtbaren 
Glühfäden mitbestellen.



Wer Lust auf noch mehr Upcycling bekommen hat, bitte hier entlang.

Leuchtend helle Grüße,

Sabine




*Kooperation


Dienstag, 12. April 2016

Zitronen-Gugl mit Lemon Curd

Es gibt nichts Schöneres, als am Wochenende morgens aus dem Bett zu hüpfen, 
die Vorhänge aufzuziehen und den Raum von der Sonne fluten zu lassen.

Ich kuschle mich dann nochmals ins Bett zurück und schaue von dort aus durch die 
raumhohen Fenster direkt in den Garten.

Unser Mirabellenbaum blüht gerade in voller Pracht und beim Anblick der strahlend
weißen Blüten bekomme ich urplötzlich Lust auf Zitronenkuchen.





Ich entscheide mich schließlich für kleine Zitronen-Gugl zum Nachmittagskaffee.
Aus der hintersten Schrankecke krame ich meine beiden Guglformen hervor, die
dort schon eine geraume Zeit auf ihren ersten Einsatz warten.

Mein Zitronensandkuchen-Rezept peppe ich diesmal mit einem Lemon Curd-Guss auf. 
Den Lemon Curd könnt ihr entweder über die Gugl geben, sie damit füllen, indem ihr 
die Gugl waagerecht aufschneidet, oder separat in einer Schale servieren.











Zitronen-Gugl

150 g weiche Butter
150 g Zucker
3 Eier
100 g Mehl
50 g Stärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
50 ml Milch
2 EL frisch gepressten Zitronensaft
Abgeriebene Schale von 1 Zitrone

Backofen auf 190°C Umluft vorheizen.
Butter und Zucker cremig rühren. Eier eins nach dem anderen hinzugeben und gut
miteinander verrühren.
Mehl, Stärke, Backpulver und Salz vermischen und über die Butter-Zucker-Mischung
sieben. Gemeinsam mit Milch, Zitronensaft und der Zitronenschale unterrühren.
Den Teig in die Guglformen füllen und ca. 15 - 20 min. (je nach Guglgröße) backen.
Ich habe zwei unterschiedliche Guglformen (6 und 12 Stk.) verwendet.
Die Gugl abkühlen lassen und aus der Form stürzen.

Lemon Curd

100 ml Zitronensaft (gepresst aus 1-2 Zitronen)
40 g Butter
75 g Zucker
2 Eier

Den Saft von 1-2 Zitronen auspressen. 100 ml Zitronensaft abmessen.
Butter im Topf zerlassen. Zitronensaft und Zucker zufügen und verrühren.
Die Eier aufschlagen, gründlich verquirlen und unter Rühren in den Topf geben.
Bei mittlerer Hitze mit einem Schneebesen so lange rühren, bis die Creme andickt.
Nicht kochen lassen und immer gut rühren!

Mein Tipp anstelle von Lemon Curd:
75 g Zucker und 65 g frisch gepressten Zitronensaft in einem Topf erhitzen, bis sich
der Zucker aufgelöst hat. Die Gugl mit einem Holzstäbchen durchlöchern und mit
dem Zitronensirup bestreichen. So werden die Gugl besonders saftig.





Falls euch lieber nach einem Lemon Curd-Eis ist, dann schaut mal hier vorbei.

Sonnige Grüße,

Sabine





Dienstag, 5. April 2016

Frühling ist, wenn...

- ich den Cappuccino nach dem Mittagessen wieder draußen schlürfen darf,

- sich am Sonntag nachmittag bei schönstem Sonnenschein außer dir und den Kids
  nur noch EINE weitere Person im Kino befindet,

- sich bei meinem Mann die lichten Stellen auf dem Kopf das erste Mal rot färben,

- das schlechte Wetter als Ausrede für das Joggen nicht mehr gilt,

- ich morgens nicht mehr vom Gluckern der alten Heizung geweckt werde -
  sondern von Vogelgezwitscher,

- sich vor dem Lieblingseiscafé endlose Schlangen bilden,

- es kaum noch mehr einen freien Parkplatz vor dem Gartencenter gibt.

Dort habe ich mich am Wochenende mit frischen Topfkräutern eingedeckt.
Wie jedes Jahr im Frühling bekomme ich mit den ersten warmen Sonnentagen große Lust,
den Garten mit frischen Kräutern neu zu bepflanzen.





Die schneckenanfälligen Kräuter bekommen in diesem Jahr ein Hochbeet aus einer alten Bierkiste.
Wobei... soll Biergeruch nicht Schnecken anziehen?
Na dann hoffen wir, dass sich der Geruch bei der ollen Kiste schon längst verflüchtigt hat.





Vom Bäume schneiden hatte ich noch einige Zweige übrig.
Daraus stellte ich mit wenigen Handgriffen diese schlichten, preiswerten Kräuterschilder her.

An Material benötigte ich außer den Stöcken und einem scharfen Schnitzmesser einzig und allein
einen wasserfesten Stift.







Ist es nicht ein Genuss, im Frühling frisch geerntete Kräuter aus dem Garten zu holen
und im Speiseplan einzubauen?

Liebe Grüße,

Sabine


Lust auf ein Frühlings-Blogevent mit tollen Preisen?
Dann schaut mal auf Nadines schönem Blog Stylish Living vorbei.