Sonntag, 30. August 2015

Unterm Dach kann es so gemütlich sein

Als ich Jule Anfang des Jahres den Vorschlag machte, nach oben unters Dach zu 
ziehen, fand sie die Idee zuerst großartig. 
Doch dann fiel ihr auf: "Das Zimmer ist aber dunkel!"

Ziemlich schnell war klar, dass wir eine zweite Lichtquelle im Zimmer brauchten.
Ich beauftragte einen örtlichen Dachdecker, der uns innerhalb eines Tages ein 
Dachfenster aus Holz einbaute.

Heute ist der Platz unter ihrem Fenster ihr Lieblingsplatz, wo sie malt, bastelt,
für ihr Leben gern Geschichten schreibt, in Büchern schmökert oder einfach nur
vor sich hin träumt. Am liebsten mit einer Tasse Tee aus frischer Pfefferminze.






Diesen aromatischen Tee haben wir während unseres Holland-Urlaubs an 
regnerischen und kalten Tagen in einer der zahlreichen Strandbars getrunken.
An heißen Tagen schmeckt er eisgekühlt am besten. 

Minztee

2 Zweige frische Pfefferminze
Apfelsaft
Wasser

Die Minzzweige mit kaltem Wasser abspülen und in ein Teeglas geben. 
1/4 des Glases mit Apfelsaft füllen. Danach mit heißem Wasser aufgießen. 
Die Mischung 5 Minuten ziehen lassen. 

Im Sommer stelle ich den abgekühlten Tee für ein paar Stunden in den 
Kühlschrank und gebe kurz vor dem Trinken ein paar Eiswürfel ins Glas.




Damit es in Jules Zimmer im Sommer angenehm kühl bleibt, haben wir von
außen eine Hitzeschutz-Markise aus lichtdurchlässigem Gewebe angebracht, 
die die Wärmeeinstrahlung durch das Fenster deutlich reduziert.

Außerdem hat sie sich einen weißen Verdunkelungsrollo ausgesucht, der den 
Raum zum Schlafen komplett abdunkelt.



Als ich vor Kurzem abends an ihrem Bett saß und ihr einen Gute-Nacht-Kuss 
gab, flüsterte sie mir glücklich und zufrieden ins Ohr: "Es ist so gemütlich hier!"
Warum bin ich eigentlich nicht schon viel früher unter's Dach gezogen?" ;-)

Macht es euch gemütlich! Egal wo... 

Sabine


Sonntag, 23. August 2015

Mein Home-Office-Look - Upcycling No6 Schreibtischplatte

Wenn man in einem 80 Jahre alten Haus wohnt, entdeckt man im Keller immer
wieder altes Gerümpel neue Fundstücke. Mein Mann hat sich zum Beispiel wie
ein Kind gefreut, als er damals bei der Hausbesichtiung im Keller einen alten
Weinschrank entdeckt hat. (das war übrigens auch der ausschlaggebende Punkt,
warum wir uns für dieses Haus entschieden haben ;-)

Bereits vor Jahren kramte ich aus dem hintersten Winkel eine alte Kellertür hervor,
die offensichtlich nicht mehr in Gebrauch war. Und schon damals stand für mich fest:
"Das wird irgendwann einmal meine Schreibtischplatte."





Nachdem Jule zu ihrer Schwester nach oben in ihr neues Zimmer gezogen ist, 
konnte ich mir nun endlich mein eigenes Home Office einrichten.

Die Tischböcke gibt es für ein paar Euro beim Schweden. Das Türschloss und die
Klinke habe ich an der Tür gelassen, sie dienen mir als Scheren- und Garnhalter.



Stuhl und Paperbag habe ich bei WestwingNow, dem neuen Online-Einrichtungs-
haus von Westwing bestellt. Beides wurde bereits nach 3 Tagen geliefert.

Das finde ich schön bei WestwingNow
Man hat die Möglichkeit, aus einem festen Sortiment zu wählen. Wie oft wollte 
ich bei Westwing etwas bestellen und es war bereits vergriffen! 
Und man muss nicht lange warten, bis man seine neuen Lieblingsstücke erhält.
Außerdem gefällt mir sehr, dass man dort nach einem bestimmten Look shoppen 
kann (z.B. Skandi-Style), so wie es das ja auch bereits im Fashion-Bereich gibt.


















Bezugsquellen:
Stuhl und Paperbag von WestwingNow*
Nordal-Tischlampe von hier


Und wie sieht euer Lieblings-Einrichtungslook aus?

Liebe Grüße und eine schöne Woche,

Sabine



*Kooperation

Samstag, 15. August 2015

Lampenfieber - Upcycling No5 Umlenkrolle

Als ich letztes Wochenende in Amsterdam war und mit den Kindern an den 
Grachten entlang geschlendert bin, zeigte Jule auf eines der alten stattlichen
Grachtenhäuser: "Was ist denn das da oben am Dach?"

In Amsterdam sind viele Häuser in der Breite sehr schmal gebaut. 
Unmöglich, größere Möbel durch die kleinen Treppenaufgänge zu tragen. 
Dafür gibt es an fast allen Dachgiebeln eine Umlenkrolle, um wuchtigere 
Gegenstände in die oberen Etagen zu hieven. 






Solch eine alte Umlenkrolle in Kleinformat dient mir auch zum Aufhängen 
meiner neuen, selbst gebauten Büro-Hängeleuchte: 
Einfach eine Kohlefadenglühbirne in eine alte Fassung schrauben und mit 
einem schwarz-weißen Textilkabel verbinden.

Glühbirne, Fassung und Textilkabel habe ich in Amsterdam in dem schönen
Lädchen 360 Volt in der Prinsengracht 397 (auch als Online-Shop) gefunden.
Wer alte Fabrik-, Stativ- und Emaille-Lampen mag, wird sich freuen. 










Die Umlenkrolle habe ich im Netz gefunden. Und weil ich gerade so im 
3-2-1-meins!-Rausch war, habe ich gleich noch eine Zweite mit ersteigert. 
Mein Mann ist in Begeisterungsstürme ausgebrochen:
"Endlich mal wieder Lampen aufhängen!"
(Unsere alten Rohrmatten-Decken sind ja auch so wunderbar geeignet für die recht
schweren Gusseisen-Umlenkrollen.)

Ich stehe natürlich nicht nutzlos herum, sondern unterstütze meinen Mann, wo ich 
nur kann (hö hö). Mein Job beim Lampen aufhängen besteht hauptsächlich darin, 
den Staubsaugerrüssel so zu halten, dass beim Bohren der Löcher so wenig wie 
möglich Dreck auf den Boden fällt.






Weitere Upcycling-Projekte findet ihr hier, hierhier und hier
sowie auch hier.


Ein schönes Wochenende,

Sabine




Freitag, 7. August 2015

Rahmfladen vom Grill

In Karlsruhe findet jedes Jahr Ende Juli kurz vor den Sommerferien seit nunmehr 
30 Jahren eine der größten Open-Air-Veranstaltungen in Deutschland statt - DAS FEST.
Ein Festival für alle Bevölkerungsschichten, ungeachtet ihres Alters oder Einkommens.

Ich mag diese besondere und einzigartige Stimmung auf dem Festivalgelände.
In einer Umbaupause kann es beispielsweise vorkommen, dass ein unscheinbarer Junge,
der den ganzen Vormittag vor mir auf der Wiese saß, plötzlich eine Klarinette auspackt.
Und dann entwickelt sich dieser Gänsehaut-Flashmob.

Und ich bin jedes Mal fasziniert von den Gerüchen, die mir von den verschiedensten
Essensständen in die Nase wehen. Die kulturelle Vielfalt kennt da keine Grenzen.
In diesem Jahr bin ich an den herrlich duftenden Rahmfladen nicht vorbeigekommen 
und habe mich davon inspirieren lassen.



Meine Damen und Herren,
nach dem erfolgreichen "Pizza-wie-beim-Italiener"-Versuch im letzten Jahr folgt in 
diesem Jahr eine Fortsetzung unserer beliebten Grill-Reihe, diesmal mit dem Titel
"Rahmfladen-wie-im-Mittelalter". Sehen Sie, riechen Sie, essen Sie! Das Riechen und
Essen übernehme ich. ;-)











Rahmfladen vom Grill

300 g Dinkelmehl
150 g Roggenmehl
20 g Hefe
3 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser
Pfifferlinge
1 Zwiebel
Salz und Pfeffer
200 g Creme fraiche
100 g Speck, gewürfelt
Parmesan, gehobelt
Rucola

Dinkel- und Roggenmehl in eine Rührschüssel geben. Hefe in Mehlmulde bröseln, 
Salz zugeben und mit etwas lauwarmen Wasser zu einem Teig anrühren. Das restliche 
Wasser hinzugeben und mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verrühren. 
Falls er zu klebrig ist, noch etwas Mehl hinzufügen. Abgedeckt an einem warmen Ort 
ca. 1 Stunde gehen lassen. 

In der Zwischenzeit Pfifferlinge waschen und putzen. Zwiebel in Würfel schneiden und 
zusammen mit den Pfifferlingen in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz andünsten. 
Salzen und Pfeffern. 

Aus dem Teig 8 Fladen formen, mit jeweils 1-2 EL Creme fraiche bestreichen und mit
Speckwürfel bestreuen. Auf den Pizzastein legen und grillen.
Gedünstete Pfifferlinge auf dem gebackenen Fladen verteilen und pfeffern. 
Etwas Parmesan hobeln und den Fladen damit bestreuen. Mit Rucola garnieren.



Lasst es euch schmecken!

Sabine